Quelle: ChatGPT

ChatGPT Ads:
Lohnt sich der Einstieg für Ihr Business?

Seit dem 24. August lassen sich ChatGPT Ads in Österreich buchen. In Marketing-Teams stellt sich jetzt die große Frage:

Sollen wir einsteigen?

Unsere Antwort basiert auf zwei Kriterien. Zuvor schauen wir uns aber an, was den neuen Kanal wirklich besonders macht.

 

Es gibt keine Keywords mehr

ChatGPT Ads kennt keine Suchbegriffe, keine demografischen Zielgruppen, keine In-Market-Segmente. Stattdessen gibt es ein Freitextfeld, in dem Sie beschreiben, in welchen Gesprächssituationen Ihre Anzeige passen soll.

Ein Möbelhaus hätte bisher gebucht:

küche kaufen, einbauküche preis, küche planen lassen

Jetzt schreibt es stattdessen:

„Jemand zieht in eine Altbauwohnung mit schiefen Wänden und überlegt, ob eine Standardküche überhaupt passt. Er vergleicht gerade, was Maßanfertigung kostet, und ist unsicher, ob sich der Aufpreis rechnet.“

Das Erste ist eine Liste. Das Zweite ist ein Mensch mit einem konkreten Problem. Wie präzise diese Beschreibung ist, entscheidet über Ausspielung und Kosten.

Die Anatomie einer ChatGPT Anzeige

Quelle: ChatGPT

Was dafür spricht

  • Der Moment. Menschen schildern ChatGPT ihre komplette Ausgangslage – Ziel, Budget, Rahmenbedingungen. Kein Suchbegriff liefert so viel Kontext.
  • Der dünne Wettbewerb. In den ersten Märkten wurde selten mehr als eine Anzeige gleichzeitig ausgespielt. Dieser Vorsprung lässt sich später nicht nachkaufen.
  • Die Exklusivität. Perplexity, Claude und Gemini schalten bislang keine Werbung. ChatGPT ist derzeit der einzige große KI-Assistent, in dem Marken bezahlt sichtbar werden.

Was dagegen spricht

  • Die Reichweite ist begrenzt. Anzeigen laufen nur in den Tarifen Free und Go. Wer KI beruflich intensiv nutzt, sitzt meist im bezahlten Tarif und ist damit nicht erreichbar.
  • Der Platz ist knapp. Eine Headline, ein kurzer Text, ein kleines Bild. Erklärungsbedürftige Angebote passen da nicht hinein.
  • Die Datenlage ist dünn. Die Basis-Metriken sind vorhanden, belastbare Benchmarks für Europa praktisch nicht. Wer Erfahrungswerte will, muss sie selbst produzieren.

Die zwei Fragen

  • Verkaufen Sie an Privatkund:innen? Dann ist Ihre Zielgruppe im Gratistarif gut vertreten.
  • Ist Ihr Angebot die naheliegende Antwort auf eine konkrete Frage? Möbel, Reisen, Versicherung, Handwerk, Ausbildung – hier lässt sich der Nutzen in einem Satz sagen. Wenn Ihr Leistungsversprechen drei Absätze braucht, wird das Format es nicht tragen.

Zweimal „Ja“ heißt: testen, solange es günstig ist.

Bei B2B liegt die Chance nicht woanders, sondern daneben:
Ihre Entscheider:innen nutzen KI täglich, nur werbefrei. Erreichbar sind sie darüber, wie Ihre Marke in den Antworten selbst vorkommt. Das ist ein Inhalts-, kein Mediathema – und oft der größere Hebel.